Dachbox richtig beladen: 5 Urlaubskiller, die Du vermeiden solltest!

Vor der Fahrt in den Urlaub gilt es, die Dachbox richtig beladen zu können. Dabei gibt es fünf Fehler, die allzu häufig passieren und die die Fahrt in die Ferien nicht sicher werden lassen.

Dachbox richtig beladen: Welche Zuladung ist erlaubt?

Wenn du die Dachbox richtig beladen möchtest, kommt es vor allem auf die zulässige Dachlast an. In der Betriebsanleitung des Fahrzeugs finden sich die nötigen Angaben für die maximale Dachlast des Autos.

Wird die maximale Dachlast des Autos überschritten?

Du musst nun die einzelnen Gewichte addieren. Rechne Grundträger, Dachbox und das Gewicht der Gegenstände, die du zuladen möchtest, zusammen. Die angegebene maximale Dachlast darf nicht überschritten werden! Dazu musst du das Gewicht berücksichtigen, welches durch die Dachbox selbst definiert wird.

Wie viel kann die Dachbox tragen?

Jeder Hersteller gibt an, wie viel Gewicht die jeweilige Dachbox tragen kann. Meist sind dies zwischen 50 und 75 Kilogramm.

Wann überschreite ich das zulässige Gesamtgewicht des Autos?

Vergiss nicht, dass es nicht allein auf die Dachlast und die Gegenstände ankommt, sondern auch auf das zulässige Gesamtgewicht des Autos! Wenn dieses bereits mit schwerem Gepäck beladen ist, kann es sein, dass die maximale Dachlast nicht mehr ausgenutzt werden kann, weil das Gewicht viel zu hoch ist. Damit du sicher unterwegs sein kannst, musst du die Zuladung entsprechend planen.

Vergiss nicht, dass es nicht allein auf die Dachlast und die Gegenstände ankommt, sondern auch auf das zulässige Gesamtgewicht des Autos!  ( Foto: Shutterstock-_Bilanol  )

Vergiss nicht, dass es nicht allein auf die Dachlast und die Gegenstände ankommt, sondern auch auf das zulässige Gesamtgewicht des Autos! ( Foto: Shutterstock-_Bilanol )

Tipp: Nicht die Passagiere vergessen! Vier Leute mit durchschnittlich 75 kg bringen bereits 300 kg mit, die auf das maximal mögliche Gewicht des Fahrzeugs gerechnet werden müssen.

Wie befestigt man die Dachbox?

Zuerst einmal ist wichtig, dass nicht nur die Dachbox selbst befestigt wird, sondern dass auch die Gegenstände in der Box sicher verstaut sind. Dafür sollten sie mit Spanngurten befestigt werden, damit sie bei einer Vollbremsung nicht aus der Dachbox herausschießen können.

Außerdem darf die Box nicht einfach montiert und so belassen werden, sie muss auch regelmäßig kontrolliert werden. Also bitte bei längeren Fahrten zwischendurch die Dachbox auf ihre Befestigung hin überprüfen!

Für die Aufbringung und Befestigung der Dachboxen bitte die Vorgaben der Hersteller beachten, entsprechende Montageanleitungen liegen den Boxen bei. Auf dieser Webseite finden sich wertvolle Tipps und zudem viele Beispiele für verschiedene Dachboxen und Trägersysteme.

Ansonsten gilt es noch, diese Punkte zu berücksichtigen:

  • Sauberer Untergrund

    Untergrund vor Anbringung der Magnete für magnetgestützte Systeme reinigen

  • Plane Auflagefläche

    Magnetsysteme nicht auf geriffelten oder gewölbten Flächen anbringen, das beeinträchtigt deren Festigkeit

  • Auflage der Haftpunkte

    darauf achten, dass alle Haftpunkte vollflächig aufliegen

  • Wahl der Haftpunkte

    Wählen Sie die haftpunkte so, dass der Abstand der Haftpunkte mind. 70 cm beträgt.

  • Einfache und hochwertige System wählen

    Beim Kauf von Schraubsystemen auf Montagefreundlichkeit und Qualität achten

Dieses Video zeigt, was beim Befestigen der Dachbox zu beachten ist:

Video: Befestigung der Dachbox

Was darf man in einer Dachbox transportieren?

    Wie transportiere ich schwere Gegenstände?

    Wichtig: Die Zuladung soll so gering wie möglich sein, daher sollten schwere Gegenstände besser im Auto selbst und hier nicht im Kofferraum, sondern direkt hinter den Rücklehnen verstaut werden.

    Wenn das nicht möglich ist, gehören schwere Gegenstände in den Kofferraum und sollten mit einem Gepäcknetz gesichert werden.

    Was sind leichte Gegenstände?

    In der Dachbox sind vor allem Kleidung und Sportausrüstung gut aufgehoben. Kleidung hat den Vorteil, dass sie sich eng nebeneinander packen lässt und dass damit keine Zwischenräume entstehen.

    Wieviel geht in eine Dachbox?

    Schwere Dinge sollten am besten mittig platziert werden, ansonsten sollten die Gegenstände gleichmäßig in der Dachbox verteilt werden. Sperrige Gegenstände wie Schlitten oder Koffer werden am besten hinten in der Dachbox platziert und mit weichen Dingen gut abgepolstert. Wenn die Dachbox richtig beladen wird, ist sie bestenfalls bis zum Deckel vollständig gepackt und ausgefüllt.

    Video: ADAC Test: Die besten Dachboxen 2020 | ADAC

    Dachbox richtig beladen: Welchen Einfluss hat die Dachbox auf das Fahrverhalten?

    Auch wenn eine Dachbox richtig beladen ist, beeinflusst sie dennoch die fahrphysikalischen Eigenschaften des Autos. Es ist daher wichtig, die Zuladung nur an den zugelassenen Werten zu orientieren. Denn:

    Das Auto verändert seine Fahreigenschaften in Kurven, auch das Bremsverhalten wird anders. Daher sollte die Maximalgeschwindigkeit von 130 Km/h eingehalten werden. Das gilt insbesondere für hohe Fahrzeuge wie Vans oder Busse, die dank der Dachbox ins Schlingern geraten können.

    Ein weiterer Fehler ist es, die Box nicht richtig zu verschließen. ( Foto: Shutterstock- Robert Kneschke)

    Ein weiterer Fehler ist es, die Box nicht richtig zu verschließen. ( Foto: Shutterstock- Robert Kneschke)

    Typische Fehler: Nur so wird die Dachbox zum Urlaubskiller

    Die im Folgenden aufgeführten Fehler werden nur allzu häufig gemacht, erweisen sich aber in jedem Fall als wahre Urlaubskiller:

  1. Feuchtigkeit ignorieren

    Es scheint praktisch zu sein, den vorderen Teil der Dachbox mit Kleidung auszustopfen, denn diese lässt sich auch in die kleinste Ritze drücken. Leider kommt Feuchtigkeit aber bevorzugt von vorn in die Dachbox. Die Folge: Die Sachen sind zwar gut verstaut, doch leider bei der Ankunft am Urlaubsort feucht. Empfindliche Dinge solltest du daher lieber in Plastiktüten packen.

    Achte zudem auf die kleinen Öffnungen im Boden der Dachbox. Einige Hersteller haben ihre Boxen damit versehen, damit eingedrungenes Wasser abgesaugt werden kann. Sind die Öffnungen aber verdeckt, bleibt das Wasser in der Box und durchfeuchtet alles.

    Ein weiterer Fehler ist es, die Box nicht richtig zu verschließen. Denn auch wenn sie scheinbar mit Spanngurten fest verzurrt ist, bleiben kleine Spalten offen und die Box schließt nicht richtig. Wasser findet hier immer einen Weg und wird sich selbigen bahnen. Dazu kommt, dass Dachboxen schon allein aus Gründen der Sicherheit fest verschlossen sein sollten.

  2. Keine ausreichende Sicherung

    Angesichts dessen, was ADAC und TÜV in puncto Sicherheit immer wieder feststellen, ist es ein Wunder, dass nicht mehr auf den Straßen passiert. Es ist eine Sache, die Dachbox richtig beladen zu können, eine andere, die Sicherheit zu gewährleisten.

    Die schlechte Sicherung wird aber nicht allein aus Gründen mangelnder Aufmerksamkeit und dem guten Glauben, dass schon nichts weiter passieren wird, vorgenommen. Oft ist es einfach das mangelnde Wissen darüber, was wirklich passieren kann.

    Vor allem eine schlechte Qualität der Dachboxen, der Träger und des Verschlusssystems führt dazu, dass es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen kann. Es ist daher wichtig, vor der Fahrt und regelmäßig während der Reise Kontrollen vorzunehmen, ob die Befestigung der Dachbox noch einwandfrei ist oder ob hier nachgebessert werden muss. Die bei der Fahrt entstehenden Kräfte sind sehr hoch und vermögen binnen kürzester Zeit, eine vermeintlich sichere Befestigung zu lockern.

  3. Wichtig: Bitte immer nur die vom Hersteller empfohlenen Trägersysteme verwenden, diese sind im Fachhandel zu erwerben.

    Was passieren kann, wenn die Dachbox nicht sicher befestigt wurde, ist hier in dem folgenden Video zu sehen:

    Video: HIGH SPEED DISASTER Lamborghini’s Ski Box FLEW OFF!

  4. Zu schnell fahren

    Der Urlaub ruft und es ist verständlich, dass du so schnell wie möglich ankommen willst. Doch auf die gesamte Fahrzeit gesehen macht eine geringere Geschwindigkeit nicht viel aus, meist sind es lediglich ein paar Minuten, die du später ankommst. Dafür aber sicher!

    Bei hohen Geschwindigkeiten ist die Belastung für die Materialien sehr groß, was bedeutet, dass du zwar die Dachbox richtig beladen kannst, sie aber dennoch nicht hält. Nicht zuletzt hängt an einer hohen Geschwindigkeit der Spritverbrauch, der noch einmal steigt, wenn du eine Dachbox auf deinem Auto transportierst.

    Durch das zusätzliche Gewicht wird dein Auto zum wahren Spritfresser. Außerdem wird es sehr laut, denn jede Dachbox macht eine Art Pfeifgeräusch. Dieses wird umso lauter, je schneller du fährst. Willst du dich mit deinen Mitfahrern noch unterhalten, solltest du daher auf ein paar Kilometer in der Stunde verzichten. Grundsätzlich gibt es aber keine Beschränkung hinsichtlich der Geschwindigkeit, ADAC und TÜV raten dennoch dazu, maximal 130 Km/h zu fahren.

  5. Überdimensionierte Dachboxen

    Klar, in eine große Dachbox kannst du viel packen. Doch es gibt vom Gesetzgeber Vorgaben in puncto Größe der Dachladung, an diese musst du dich halten:

    • Dachladung darf nur höchstens 2,55 m breit sein
    • Höhe des Autos und der Dachbox darf 4 m nicht überschreiten
    • Dachbox sollte mit dem Dach abschließen
    • Überstand nach vorn muss unter 2,5 m liegen
    • Überstand nach hinten muss unter 1,5 m liegen
    • Überstand bei Strecken von weniger als 100 km darf bis zu 3 m betragen (nur mit richtiger Sicherung)
    • Eine Dachbox sollte sich immer mittig
      auf dem Dach
      befinden und möglichst nicht nach vorn oder hinten überstehen.
  6. In Eile packen

    Auch wenn der Urlaub lange genug geplant wurde, so stellen doch die meisten Reisenden fest, wie viel sie noch kurz vor der Abreise zu erledigen haben. Hier muss noch etwas gepackt werden, dort wurde etwas vergessen.

    Doch das Packen in Eile kann zum Verhängnis werden, vor allem, wenn es darum geht, die Dachbox richtig beladen zu können.Gern wird diese noch einmal geöffnet, weil noch etwas ganz Wichtiges mitgenommen werden muss, und schon geht sie nicht mehr zu. Egal, der Spanngurt wird’s schon richten!

    Doch die Sicherheit des Autos und damit auch der Fahrzeuginsassen hängt eng damit zusammen, wie gut du die Dachbox packst. Halte dich bei der Montage an die Vorgaben des Herstellers und setze nicht auf ein Provisorium nach dem Motto: Das wird schon halten!

    Meist wird es das nicht und schlimme Unfälle können die Folge sein. Im besten Fall verlierst du nur ein wenig des Gepäcks, im schlimmsten Fall verursachst du durch die Dachbox, die sich auf der Autobahn gelöst hat, einen schweren Unfall. Du haftest dann für alle Schäden!

  7. Klar, in eine große Dachbox kannst du viel packen. Doch es gibt vom Gesetzgeber Vorgaben in puncto Größe der Dachladung, an diese musst du dich halten. ( Foto: Shutterstock- Koldunov Alexey)

    Klar, in eine große Dachbox kannst du viel packen. Doch es gibt vom Gesetzgeber Vorgaben in puncto Größe der Dachladung, an diese musst du dich halten. ( Foto: Shutterstock- Koldunov Alexey)

    Tipp: Mache dich schon vor der eigentlichen Urlaubsfahrt mit der Dachbox vertraut und probiere ohne Zeitdruck aus, wie die Box montiert wird und wie sie am besten zu packen ist. Du kannst damit sicher sein, dass du ohne Stress die geplante Urlaubsfahrt angehen kannst und im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

    Doch auch dann, wenn du schon Erfahrung mit Dachboxen hast und diese mehrere Male transportiert hast, solltest du nicht nachlässig werden. Die oben genannten Fehler treten mitnichten nur bei Anfängern auf, sondern zeigen sich allzu häufig auch bei erfahrenen Nutzern von Dachboxen.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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