Motorhome Route: Niederländische Küste soweit das Auge reicht!

Nach einigen Rundfahrten mit Motorhomes in Übersee rund um Phoenix und ganz Arizona, wollte ich mich dieses Mal auf den europäischen Kontinent beschränken und wählte diesemal eine Route entlang der niederländischen Küste.

Motorhome Route: Niederländische Küste, tolle Städte und viele Häfen, was will man mehr?

Diesmal verschlägt es mich nach Europa, genauer gesagt in ein Land, dessen Sprache nach einer Mixtur aus Deutsch und Englisch klingt. Die Rede ist hierbei natürlich von den Niederlanden. Dieses Land beinhaltet wahrlich ein paar wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Angefangen von den malerisch schönen Windmühlen, bis hin zu schier unendlich langen Dämmen und vielseitigen so wie bunten Städten wie Amsterdam oder Den Haag. Deshalb wollte ich diese Reise auch so detailliert wie möglich planen, um auch die kleinen schönen Dinge erschnuppern zu können.

Motorhome Route entlang der niederländischen Küste:

Entlang der niederländischen Küste – Streckenlänge: 510km – Dauer: 7-14 Tage

Start: Ziel: Strecke: Fahrzeit:
Nieuweschans Harlingen 150km 2 Stunden
Harlingen Den Helder 70km 1 Stunde
Den Helder Amsterdam 130km 2 1/2 Stunde
Amsterdam Den Haag 80km 2 Stunden
Den Haag Rotterdam 50km 1 Stunde
Rotterdam Kinderdijk 30km 1/2 Stunde

 

Um möglichst viel zu sehen und vor allem flexibel das Land zu erkunden, eignen sich Motorhomes perfekt. Für die Meisten sollten die Niederlande nur einen Katzensprung entfernt sein, zu mindestens für diejenigen, welche im Nordwesten von Deutschland wohnen. Deshalb begann meine Planung auch nicht direkt in der bekanntesten Provinz Holland, sondern sollte mich zunächst über Groningen und Friesenland führen. Die Autobahn A7 schien mir hierbei der richtige Weg um vorerst schnell voranzukommen. Nieuweschans wäre die erste niederländische Stadt, welche von der Autobahn ersichtlich wäre.

Als erstes Ziel schien mir die kleine Stadt Harlingen genau recht. Einen kurzen Stopp in dieser Stadt plante ich, da sie direkt am Wattenmeer lag. Laut meinem Reiseführer eignet sich die knapp 16.000 Einwohner große Stadt vor allem zur Besichtigung des Hafens. Natürlich kann der Hafen vermutlich nicht mit Rotterdam mithalten. Doch die kleinen urigen Schiffsbauer und noch kleineren Yacht-Werften sind sogar eine Empfehlung meines Reiseführers wert.

Den Helder ist eine der Städte, die ich auf meiner Motorhome Route entlang der niederländischen Küste besuchen möchte - und weil vermutlich nicht jeder weiß, wo dieses Städtchen liegt, ist es auf dieser Übersichtskarte mal markiert. (#1)

Den Helder ist eine der Städte, die ich auf meiner Motorhome Route entlang der niederländischen Küste besuchen möchte – und weil vermutlich nicht jeder weiß, wo dieses Städtchen liegt, ist es auf dieser Übersichtskarte mal markiert. (#1)

Auch für Segler oder Yacht-Charter soll hier Anlauf geboten werden. Ein Blick in die Innenstadt soll sich ebenfalls lohnen. Dort kann eine reformierte Kirche aus dem 18. Jahrhundert, umgeben von alten malerischen Häusern mit Treppengiebeln, gefunden werden. Die Stellplätze für Motorhomes liegen direkt am Strand. Eine Auswahl an Campingplätzen gibt es hier nicht. Der De Zeehoven Campingplatz sieht aber laut Reisebroschüre sehr gemütlich aus, liegt direkt am Strand des Wattenmeeres und leider auch etwas Nahe an der Autobahn. Mit maximal 26 Grad im frühen Sommer, müsste es sich aber hier dennoch gut aushalten lassen.

Falls ich bereits auf diesem Weg eine Pause benötigen sollte, so wollte ich einen Zwischenstopp in der Hauptstadt Groningen einlegen. Laut der Reisebroschüre sollte es hier viele sehenswürdige Gotteshäuser geben. Auch der traditionelle Fischmarkt, das Rijksmonument (Wasserturm) und das Museum laden zu einem kurzen Besuch ein. Mit dem Wohnmobil sollte man wohl eher nicht in einer Großstadt unterwegs sein. In den Niederlanden sind Fahrzeuge angeblich generell eher verpönt. Das wahre Transportmittel ist in diesem Land das Fahrrad oder teilweise auch der Wasserweg.

Den Helder und die Insel Texel auf meiner Motorhome Route entlang der niederländischen Küste

Als nächsten Haltepunkt wollte ich Den Helder einplanen. Auf dem Weg dorthin ist ein Stopp in Alkmaar für einen Käseliebhaber wie mich Pflicht. Denn in dieser Stadt kann nicht nur ein gigantischer Käsemarkt gefunden werden. Auch ein Museum über die traditionelle Käseherstellung wir hier geboten. Alternativ hierzu kann auch der Käse markt in Edam oder Gouda besucht werden. Die Stadt selbst bietet wohl nach ein paar Recherchen eher wenig Sehenswürdigkeiten. Lediglich das Marinemuseum und das Aquarium Fort Kijkduin könnten interessant werden.

Allerdings sprechen dennoch viele andere Punkte für dieses kleine Städtchen. Vor allem Outdoor-Aktivitäten werden hier geboten. Von Campingplätzen in der näheren Umgebung wimmelt es nur so. Doch ich werde mich wohl für den Turquoise Coast Holiday Campingplatz entscheiden. Dieser liegt mitten in der Stadt direkt am Marinehafen. Ein perfekter Ausgangspunkt um den Hafen zu erkunden und eventuell kleine Shops und Souvenir-Läden auszuforschen. Falls mir den Stellplatz direkt am Hafen nicht zusagen sollten, so würden sich alternativ auch etliche andere Stellplätze nur wenige Kilometer entfernt, direkt an der Küste befinden.

Ich bin bekennender Käseliebhaber und daher ist ein Stopp auf dem gigantischen Käsemarkt in Alkmaar für mich Pflicht. Darüber hinaus plane ich auch das Käsemuseum zu besuchen, ich will hier Infos über die traditionelle Käseherstellung bekommen. (#2)

Ich bin bekennender Käseliebhaber und daher ist ein Stopp auf dem gigantischen Käsemarkt in
Alkmaar für mich Pflicht. Darüber hinaus plane ich auch das Käsemuseum zu besuchen, ich will hier Infos über die traditionelle Käseherstellung bekommen. (#2)

Der Hafen von Den Helder sollte laut Reiseführer zudem eine Schiffverbindung zu der benachbarten Insel Texel ermöglichen. Neben tollen Sandstränden werden auf der Insel auch richtig viele Fahrradwege geboten. Der National Park Duinen van Texel umfasst hauptsächlich Dünen und Strände aber auch Wälder und kleinere Wasserflächen. Also ein überaus abwechslungsreiches Landschaftsbild. Das Highlight stellt wohl auch der knallrote Leuchtturm von Vuurtorenweg dar.

Der Weg von Harlingen in Richtung Den Helder würde sich übrigens auch sehr interessant gestalten. Die direkte Verbindung bildet hierbei der knapp 30 Kilometer lange Damm, welcher Wattenmeer und das Ijsselmeer unterteilt. Der komplette Damm ist befahrbar und bietet zusätzlich zahlreiche Aussichtsplattformen. Erst nachdem dieser Damm überquert wurde, befindet man sich im „richtigen“ Holland.

Motorhome Route: Entlang der Nordsee-Küste nach Amsterdam

Die Abfahrt von Den Helder ist für die frühen Morgenstunden geplant, schließlich möchte ich nicht stur mit meinem Motorhome auf der Autobahn A9 dahin düsen, sondern ziehe Umwege entlang der Nordsee-Küste vor. Viele kleine urige und traditionell gestaltete Orte befinden sich auf dem Weg in die Hafenstadt Amsterdam. Hier werde ich mein mobiles Heim auf jeden Fall öfters verlassen, alleine schon um nur die klischeehaften Holzschuhe zu entdecken.

Riesige Tulpenfelder können vermutlich in ganz Holland entdeckt werden, dennoch möchte ich einen Umweg über Haarlem einlegen, da dies einer der Hauptanbauorte ist. Der Kauf von Blumenzwiebel wird mich hier sicherlich einige Zeit beschäftigen. Immerhin sind diese hier nicht nur günstiger als in Deutschland, sie eignen sich auch perfekt als Souvenir. Laut Reiseführer können aber auch in der Nähe der Stadt Leiden oder Noordwijk riesige Tulpenfelder in allen möglichen Farben gefunden werden. Die Tulpen hüllen komplette holländische Landstriche in ein sattes rot oder knalliges gelb. Die restlichen Landflächen werden durch riesige Schafweiden durchzogen.

Worauf ich mich schon jetzt ziemlich dolle freue, sind die ganzen alten Schiffe, die in Harlingen im Kanal zu bewundern sind. Hierfür nehme ich mir definitiv Zeit. (#3)

Worauf ich mich schon jetzt ziemlich dolle freue, sind die ganzen alten Schiffe, die in Harlingen im Kanal zu bewundern sind. Hierfür nehme ich mir definitiv Zeit. (#3)

Die Auswahl eines Stellplatzes in Amsterdam fällt hingegen richtig schwer, denn hier findet eine richtig große Anzahl an Motorhomes ihren Platz. Nach langem überlegen werde ich mich dann doch für den innerstädtischen Campingplatz Zeeburg direkt am gleichnamigen Fluss entscheiden. Zu mindestens werde ich mir diesen Campingplatz genauer ansehen. Bei nicht gefallen plane ich zur Sicherheit einen alternativen Stopp bei Camping de Badhoeve ein. Hier befinden sich die Stellplätze außerhalb der Stadt direkt am IJmeer und werden sich hierdurch vermutlich in etwas ruhiger Lage befinden.

Für Amsterdam plane ich einen Aufenthalt von mehreren Tagen ein, schließlich hat diese vielseitige Stadt extrem viel zu bieten. Alleine die Grachtenmetropole würde hier viel Zeit in Anspruch nehmen. Auch das Van-Gogh-Museum, das Anne-Frank-Haus oder das Munttoren und Westerkerk Bauwerk wollen besichtigt werden. Ein Besuch der Touristeninformation in der Stadtmitte stellt sicher ebenfalls keinen Fehler dar. Durch die bunte Metropole werde ich mich größtenteils zu Fuß oder auch per Fahrrad bewegen. Allerdings wurde ich bereits vor dem enormen Fahrrad-Verkehr vorgewarnt.

Die Fortbewegung zu Fuß würde sich also als sicherer gestalten. Einen reinen Ruhetag plane ich in Amsterdam ebenso ein, da das bunt leuchtende Nachtleben wohl etwas Schlafmangel bescheren würde.

Über Scheveningen nach Den Haag auf meiner Motorhome Route

Sobald ich mich an Amsterdam satt gesehen habe, falls dies überhaupt möglich sein wird, wird mich meine Route zurück an die langen Sandstrände der Nordsee führen. Ein kleiner Umweg über den Blumenpark Keukenhof kann nicht schaden. An dem Blumenmeer kann man sich schließlich nicht satt sehen und ein weiteres Souvenir wird immer benötigt. Leider befinden sich die Blumenmeere bereits im späten Frühling in Vollblüte, doch auch im Sommer sind diese noch ersichtlich.

Wenn man die Niederlande besucht, darf natürlich eine ganz bestimmte Stadt keinesfalls fehlen: Rotterdam! Deshalb habe ich sie natürlich auf meiner Motorhome Route entlang der niederländischen Küste sofort mit eingeplant. (#4)

Wenn man die Niederlande besucht, darf natürlich eine ganz bestimmte Stadt keinesfalls fehlen: Rotterdam! Deshalb habe ich sie natürlich auf meiner Motorhome Route entlang der niederländischen Küste sofort mit eingeplant. (#4)

Nach den Bildern des Reiseführers nach, werden die Blumen am Keukenhof sogar zu Bilder oder eher Mandalas gepflanzt. Wie diese wohl aus der Luft aussehen? Falls das Wetter mitspielen sollte wird eine Abkühlung am drei Kilometer langen Strand von Scheveningen eingeplant. Dieser befindet sich in der unmittelbaren Nähe von Den Haag und bietet neben vielen Beach Bars auch Restaurants in denen fangfrischer Fisch serviert wird.

In der Hauptstadt der Provinz von Südholland, Den Haag, können Stellplätze am Campingplatz Duinhorst oder Zwetzone gefunden werden. Ich favorisiere eher erst genannten, da sich dieser besser in meine geplante Route integrieren lässt. Eine Entdeckungstour in Den Haag ist genau so Pflicht, wie das Genießen eines frisch gegrillten Fisches aus der Nordsee.

Das Maritshuis-Museum darf genau so wenig Fehlen wie der Friedenspalast oder die historische Stätte, der Madurodam. Auch der parlamentarische so wie königliche Regierungssitz befindet sich in Den Haag. Auch in Den Haag werden mehrere Tage eingeplant, bevor ich wieder Richtung Zuhause aufbrechen werde.

Motorhome Route: Europas größter Hafen und traditionelle Windmühlen

Die geplante Route geht nun landeinwärts. Doch weit vom Wasser werde ich mich nicht entfernen. Ich schließe mich etlichen anderen Motorhomes and und werde entlang des Nieuwe Maas Wasserweg zum größten europäischen Seehafen fahren. Der Containerhafen ist sowohl tagsüber als auch des Nachts äußerst sehenswert. Knapp 7,5 Millionen Container werden hier über das Jahr hinweg verschifft.

Der letzte Stopp auf meiner Motorhome Route durch die Niederlande wird Kinderdijk sein. Hier möchte ich mir die wundervollen Windmühlen, möglichst bei klarem Himmel und bei einem wunderschönen Sonnenuntergang, ansehen. (#5)

Der letzte Stopp auf meiner Motorhome Route durch die Niederlande wird Kinderdijk sein. Hier möchte ich mir die wundervollen Windmühlen, möglichst bei klarem Himmel und bei einem wunderschönen Sonnenuntergang, ansehen. (#5)

Laut meinem Reiseführer kann der Hafen sogar per Schiff, mit der SS Rotterdam, entdeckt werden. Diese Entdeckungstour plane ich als fixen Bestandteil ein. Die Markthalle von Rotterdam lädt zu einem Mittagessen ein und ein anschließender Spaziergang am Wilhelminapier wird fällig werden. Falls noch etwas Zeit überbleiben sollte, wird auch der hier ansässige Zoo fällig. Einen Stellplatz werde ich mir eher etwas Abseits des Trubels suchen. Der Campingplatz de la Riviere am Stadtrand sieht nach einem guten Ausgangspunkt aus.

Um noch ein paar letzte Eindrücke der Niederlande zu sammeln plane ich den Heimweg an Kinderdijk vorbei. Hier befinden sich die wohl berühmtesten und bekanntesten Windmühlen der Niederländer. Diese sind extrem gut erhalten und stammen aus dem 18. Jahrhundert. Zu dem wurden diese von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und müssen daher einfach besichtigt werden. Eine Windmühle wurde sogar zu einem Museum umgebaut und erzählt die Geschichte der traditionellen Windmühlen.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Yasonya, -#1 Mirko Macar, -#2 Max Topchii, -#3 travelview, -#4 gnoparus, -#5 CatalinT

Über Sabrina Mueller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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