Durch den Süden Arizonas

Der Bundestaat Arizona ist einer der touristisch bedeutendsten Bundestaaten der USA. Er liegt im Westen des Landes und erwartet jedes Jahr mehr als fünf Millionen Besucher. Die Urlauber werden durch die grandiose Natur, den tiefen Schluchten und den vielen wilden Tieren angelockt. Die Landschaft gestaltet sich als äußerst Abwechslungsreich. Von kargen Wüstenstrichen bis hin zu undurchdringbare Wälder ist alles vertreten. Kein Wunder also, wie so auch ich dieses Ziel für meinen Abenteuerurlaub auswählte.

Doch ich wollte nicht nur einfach in Hotels übernachten und nur einen Hauch der Wildnis mitbekommen. Ich wollte der Natur und den wilden Tieren so nah wie möglich sein. Ein Zelt schien mir für die doch ganz schön weite Reise zu unpraktisch. Außerdem wollte ich mir das Auf- und Abbauen des Zelts ersparen. Deshalb beschloss ich einen der vielen Motorhomes Verleihe direkt in den Süden Arizonas aufzusuchen. Da meine Reise sowohl Kulturelles als auch Sehenswürdigkeiten und wilde Natur und Tiere enthalten sollte, plante ich die Strecke von Tucson bis nach Chiricahua.

Eine kurze Übersicht der Route:

Von Tucson bis zum Massai Point – Streckenlänge: 620km (390miles) – Dauer: 7-14 Tage

Start: Ziel: Strecke: Fahrzeit:
Tucson Tombstone 240km (150miles) 3 Stunden
Tombstone Bisbee 50km (30miles) 1/2 Stunde
Bisbee Chiricahua 190km (120miles) 2 Stunden
Chiricahua Massai Point 140km (90miles) 1 1/2 Stunde

Der Bundestaat Arizona ist einer der touristisch bedeutendsten Bundestaaten der USA. Er liegt im Westen des Landes und erwartet jedes Jahr mehr als fünf Millionen Besucher. Die Urlauber werden durch die grandiose Natur, den tiefen Schluchten und den vielen wilden Tieren angelockt. (#01)

Der Bundestaat Arizona ist einer der touristisch bedeutendsten Bundestaaten der USA. Er liegt im Westen des Landes und erwartet jedes Jahr mehr als fünf Millionen Besucher. Die Urlauber werden durch die grandiose Natur, den tiefen Schluchten und den vielen wilden Tieren angelockt. (#01)

Die Anreise und Ausstattung

Wie jeder freute ich mich riesig auf meinen bevorstehenden Urlaub. Um keine Hektik am Flughafen aufkommen zu lassen, war ich natürlich viel zu früh vor Ort. Der Flug sollte mit den Zwischenstopps gut 20 Stunden dauern. Eine sehr lange Z eit für jemanden, der vor Aufregung kaum stillsitzen kann. Mein erster Stopp fand bereits nach zwei Stunden in London Heathrow statt. Der Weiterflug nach Dallas verspätete sich. Die Wartezeiten und auch die Vorfreude waren unerträglich. Anschließend ging es vom Flughafen Dallas weiter zum Tucson International Airport. Die lange Verspätung meines Fluges nervte mich noch immer, da ich durch die Zeitverschiebung von acht Stunden erst am späten Nachmittag in Arizona ankam. Bei meinem nächsten Flug nach Arizona würde ich in der Hauptstadt Phoenix landen, da die Flüge kürzer und zuverlässiger sind.

Ein geeignetes Wohnmobil und den damit verbundenen Verleih hatte ich mir bereits über das Internet herausgesucht. Wer zur Hauptreisezeit unterwegs sein möchte, sollte sein Gefährt auf jeden Fall vorab reservieren. Vom Flughafengelände aus zum Verleih waren es zu Fuß nur wenige Minuten. Ich meldete mich bei einem überaus netten Mitarbeiter, welcher mich an etlichen Motorhomes vorbei zu meinem neuen Reisebegleiter führte. Ein Wohnmobil mit den neuesten technischen Spielereien und dazu noch ein sauberer und gut erhaltener Look. Mit dem Innenraum war ich sehr zufrieden, auch wenn ich mich hier eigentlich nicht zu viel aufhalten wollte. Die meisten Motorhomes waren geräumiger als meines, ich war aber dennoch zu frieden.

Vor der Übergabe bestand ich noch auf eine penible Kontrolle aller Funktionen und auf eine Überprüfung der Karosserie. Schließlich wollte ich nicht für Schäden herangezogen werden, welche ich nicht verursacht hatte. Soweit so gut. Allerdings schockierte mich doch etwas die hohe Summe für die Rundumversicherung sowie die Kaution für die Endreinigung. Doch hiervon ließ ich mich nicht verunsichern und freute mich endlich hinter dem Steuer meiner fahrenden Unterkunft zu sitzen.

Ich entschied mich für den Gilbert Ray Campground, welcher westlich der City Tucson lag. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichte ich den Tucson Mountain Park in dem der Campingplatz lag. Da die Sonne bereits verschwunden war, war die Umgebung erst einmal uninteressant. (#02)

Ich entschied mich für den Gilbert Ray Campground, welcher westlich der City Tucson lag. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichte ich den Tucson Mountain Park in dem der Campingplatz lag. Da die Sonne bereits verschwunden war, war die Umgebung erst einmal uninteressant. (#02)

Der erste Abend

Da ich den nächsten Tag bereits mit Besichtigungen verplant hatte, wollte ich einen Campingplatz in der Nähe meiner Attraktionen suchen. Da ich mich im Vorhinein aber auf keine Campingplätze festgelegt hatte, musst ich schleunigst zum Tucson U of A Visitors Center. Hierbei handelte es sich um eine Art Touristeninformation, welche ihre Türen in den nächsten Minuten schließen wollte. Auf dem Weg zum Information Center ließ ich die Reifen meines Motorhomes fast schon quietschen. Ich traf noch rechtzeitig ein und hielt die etwas gereizte Mitarbeiterin vom Schließen des Ladens ab. Ich krallte mir so viele Flyer, Landkarten und Informationsmaterial wie möglich und verschwand dann sofort wieder. Auf meinem gemütlichen Fahrersitz studierte ich zunächst die Karte der Campingplätze, welche wohl auf meiner Route liegen würden.

Ich entschied mich für den Gilbert Ray Campground, welcher westlich der City Tucson lag. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichte ich den Tucson Mountain Park in dem der Campingplatz lag. Da die Sonne bereits verschwunden war, war die Umgebung erst einmal uninteressant. Nach einem kurzen Check-In konnte ich auch schon auf meinem Stellplatz einparken. Alle Stellplätze waren durch hohe grüne Hecken abgetrennt und mit Stromanschlüssen versorgt. Lediglich auf einen direkten Wasseranschluss musste ich verzichten. Nun hieß es Wasserkanister schleppen, dies machte mir aber nichts aus. Mein Magen knurrte, doch die Suche nach etwas Essbaren war auf dem Campingplatz vergebens. Ich bemerkte wie ein paar andere Touristen ebenfalls nach Essen fragte und schloss mich ihnen an. Ein Gemeinschaftstaxi brachte uns zu Big Jakes BBQ an der Kinney Road. Als ich durch die Salontüre eintrat, fühlte ich mich bereits wie im wilden Westen. Ein kühles Bud Light und dazu ein Steak vom Holzkohlegrill, mehr kann sich ein Mann nicht wünschen. Die Rückfahrt erfolgte ebenfalls mit meinen neuen Freunden.

Die erste Attraktion auf meiner Liste war das Arizona Sonora Desert Museum. Dieses lag nur fünf Minuten nördlich von meinem Campingplatz. Doch im Museum erwarteten mich nicht nur getrocknete Pflanzen, tote Tiere und Steine. Das Desert Museum verfügt über ein Aquarium, einen Zoo, einen botanischen Garten und eine Ausstellung über Mineralien in der Wüste. (#03)

Die erste Attraktion auf meiner Liste war das Arizona Sonora Desert Museum. Dieses lag nur fünf Minuten nördlich von meinem Campingplatz. Doch im Museum erwarteten mich nicht nur getrocknete Pflanzen, tote Tiere und Steine. Das Desert Museum verfügt über ein Aquarium, einen Zoo, einen botanischen Garten und eine Ausstellung über Mineralien in der Wüste. (#03)

Der nächste Tag

Da die Portion des Vortags um einiges zu groß war, hatte ich so ein Frühstück für diesen Morgen. Ich wollte mich aber so und so nicht mit zu viel Entspannung aufhalten. Schließlich wollte ich endlich auf Entdeckungstour gehen. Die erste Attraktion auf meiner Liste war das Arizona Sonora Desert Museum. Dieses lag nur fünf Minuten nördlich von meinem Campingplatz. Doch im Museum erwarteten mich nicht nur getrocknete Pflanzen, tote Tiere und Steine. Das Desert Museum verfügt über ein Aquarium, einen Zoo, einen botanischen Garten und eine Ausstellung über Mineralien in der Wüste. Ich war beeindruckt. Über 1.300 Pflanzenarten und 300 verschiedene Wüstentiere konnte ich hier besichtige. Ich machte mich wieder auf den Weg nach Tucson, wo mich mein zweites Ziel erwartete: das Pima Air and Space Museum.

Dort konnte ich rund 300 militärische ausgemusterte Flugzeuge besichtigen. Das Highlight der Sammlung bildete die Air Force One von dem ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy. Bis in die frühen Nachmittagsstunden verbrachte ich die Zeit in den Museen. Bevor ich den Rückweg antrat, wollte ich mich noch mit Lebensmittel für Abendmahl und Frühstück besorgen. Ich hatte hier die typische Auswahl zwischen den Lebensmittelhändlern Walmart und Food City. Doch was wäre einer Amerika Reise ohne Besuch in einem der riesigen Walmart Läden? Die Verkäuferin wollte gar nicht glauben, dass ich keine Gutscheine für den Einkauf mithatte. Auf meine Nachfrage hinweg, bekam ich erklärt, dass in Amerika eigentlich alle Einwohner und Touristen hauptsächlich mit Gutscheinen bezahlten. Als ich meine Einkäufe abgeschlossen hatte, fuhr ich zurück in Richtung Campingplatz. Auf dieser Strecke lag auch mein drittes Tagesziel.

Der Zwischenstopp in der Western Town Old Tucson versetzt einen sofort zurück in den wilden Westen. Nicht umsonst diente die Stadt oft als Filmkulisse für zahlreiche Westernfilme. Die Serie Bonanza und Filme mit John Wayne dürften wohl den meisten bekannt sein. Ich verliebte mich in diese Stadt und verweilte bis mich das Personal auf die Schließung hinwies. Als ich wieder auf meinem Stellplatz war, sehnte ich mich nach einer kühlen Dusche, die Wüstentemperaturen waren doch enorm. Da ich mein Wohnmobil nicht unnötig schmutzig machen wollte, benutze ich die sehr sauberen Duschen des Campingplatzes. Lediglich das Schild mit „Haare waschen ist in den Duschen verboten“ verwirrte mich etwas. Auch die Kücheneinrichtung sollte nicht zu sehr unter meinen Kochkünsten leiden und so entschloss ich mich für ein paar selbstgemachte Hot-Dogs.

Um die City Fairbank herum, verdichtete sich die Vegetation und viele Büsche und Bäume spendeten wohltuenden Schatten. Eine Informationstafel, zeichnet die Stadt als Ghost Town, Geisterstadt, aus. (#04)

Um die City Fairbank herum, verdichtete sich die Vegetation und viele Büsche und Bäume spendeten wohltuenden Schatten. Eine Informationstafel, zeichnet die Stadt als Ghost Town, Geisterstadt, aus. (#04)

Auf nach Tombstone

Nach einem ausgiebigen amerikanischen Frühstück, führte mich die Route weiter nach Tombstone. Meine Abfahrt verzögerte sich leider etwas, da viele Gäste des Campingplatzes bereits nach zwei Tagen wieder auscheckten. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, wollte ich den Motorway 10 verwenden. Diese berühmte Autobahn verknüpft Los Angeles, Phoenix und El Paso miteinander. Von dieser aus konnte ich ebenso einen Blick auf den Pantano River werfen. Bei dem Valley Vail fuhr ich wieder von der Autobahn ab, vorbei an den Richtung Coronado National Forest. Ich legte eine kleine Pause in den Santa Rita Foothills ein. Hier entdeckte ich die Charron Vineyards, welche ein kleines Restaurant boten.

Während ich mir auf der Terasse einen kleinen Snack gönnte, konnte ich die Aussicht auf den 2.351 Meter hohen Apache Peak zu genießen. Der Berg stach zwischen den Kakteen und kleinen Bäumen hervor. Die Sonne tauchte ihn in ein bedrohliches Licht. Ich studierte die Weinkarte und verließ mich dann doch sicherheitshalber auf die Empfehlung der netten Kellnerin. Mit ein paar Weinflaschen mehr im Gepäck machte ich mich auf den Weg nach Tombstone. Schön langsam kam ich wieder näher an die Zivilisation. Viele Ranches mit unzähligen Rindern säumten die Straße. Der Süden Arizonas schien hauptsächlich aus Weinplantagen und Rinderherden zu bestehen. Zu mindestens dort, wo die schroffen Felsen etwas Platz boten. Als ich durch die kleine Stadt Whetstone Valley fuhr, kamen mir durch wirklich einige alte aber gut erhaltene Postkutschen entgegen. Die Einwohner von Arizona leben teilweise noch immer den wilden Westen.

Weiter ging es nach Fairbank. Kurz vor der Stadteinfahrt überquerte ich den San Pedro River. Ob sich dieses Rinnsal wirklich River nennen darf, sei dahin gestellt. Zu dieser Jahreszeit war es lediglich eine längliche glänzende gründe Pfütze. Doch genau hierdurch stach dieser grüne Strich so aus der Landschaft heraus. Um die City Fairbank herum, verdichtete sich die Vegetation und viele Büsche und Bäume spendeten wohltuenden Schatten. Eine Informationstafel, zeichnet die Stadt als Ghost Town, Geisterstadt, aus. Zur Zeit des Eisenbahnbaus war Fairbank eine logistisch wichtige Stadt. Doch als die Silberminen in Tombstone geschlossen wurden, starb die Stadt aus. Um eine gute Ausgangslage für den nächsten Tag zu haben, entschied ich mich für den Stampede RV Park and Campground innerhalb der Stadt.

Der Campingplatz und dessen Ausstattung warfen mich nicht wirklich von den Socken. Nur wenige Motorhomes befanden sich auf dem Gelände. Mehr als eine Nacht wollte ich hier sowie so nicht verbringen und alle Attraktionen innerhalb der Stadt waren gut zu Fuß erreichbar. Ich wollte mich wie im wilden Westen fühlen, und entschied mich deshalb für ein Abendessen im Big Nose Kate’s Saloon. Country Live Musik sorgte für Unterhaltung, original Accessoires aus dem 18. Jahrhundert für eine wilde Atmosphäre und kühles Bier für gute Laune. Den Abend beendete ich mit einem hervorragenden Gläschen Wein, und hoffte, dass sich meine Stellplatznachbarn ruhig verhalten würden. Eventuell würde der nächste Tag etwas unangenehm mit Kopfschmerzen starten.

Nach einem verspäteten Mittagessen im The Longhorn Restaurant, kehrte ich zu meinem Wohnmobil zurück und wollte weiter nach Bisbee. Diese Stadt lag nur etwa eine halbe Stunde zurück und war ebenfalls bekannt für ihre tollen Minen. (#05)

Nach einem verspäteten Mittagessen im The Longhorn Restaurant, kehrte ich zu meinem Wohnmobil zurück und wollte weiter nach Bisbee. Diese Stadt lag nur etwa eine halbe Stunde zurück und war ebenfalls bekannt für ihre tollen Minen. (#05)

Von Tombstone nach Bisbee

Überraschend ruhig war die Nacht verlaufen. Da von Kopfschmerzen keine Spur war, begab ich mich in das Stampede Breakfast Restaurant für ein Frühstück. Der „Speisesaal“ umfasste ganze fünf Tische war aber sehr gemütlich und bequem eingerichtet. Dennoch fühlte ich mich etwas in der Zeit zurück versetzt. Mein erstes Ziel für heute war das historische Museum O.K. Corral. Hier hat sich eine der berühmtesten Schießereien von Arizona ereignet. Beteiligt an dem Feuergefecht waren, Wyatt Earp, Doc Holiday und die Clantons. Neben ein paar sehr interessanten Ausstellungsstücken, begeisterte das Museum mit einer Inszenierung der Schießerei als Show. Der Kampf zwischen Recht und Gesetz war einfach perfekt und spannend dargestellt. Das nächste Museum auf der Liste war das Bird Cage Theatre. Dieses erschien mir von außen bereits sehr klein. Bereits im Eingangsbereich konnte man kostenlos eine Originalbar mit Einschlusslöchern bestaunen. Der Eintrittspreis für die Größe des Museums war mir dann doch etwas zu hoch und ich schlenderte zurück zum Tombstone Courthouse State Historic Park.

Das Gebäude war leicht zu finden, da es durch seine imposante Bauweise sich deutlich von anderen Bauten abhob. Zu den Ausstellungsstücken gehörte Goldgräberschaufeln, Stiefel und Waffen. Auch den antiken Gerichtssaal konnte man besichtigen. Mein Spaziergang setzte ich auf der Allen Street fort. Eine Straße wie im wilden Westen. Die Vordächer, Salontüren und viele weitere gut erhaltene Lokale sorgten noch immer für einen getreuen Look. Wären nicht bereits bunte Geschäfte in die Lokale eingezogen, würde ich jeden Moment die nächste Schießerei erwarten. Als Highlight zur Mittagszeit hatte ich eine Mienenführung gebucht. Ehrlich zugegeben, um auch für kurze Zeit den heißen Temperaturen zu entkommen. Der Eingang zur Good Enough Mine befand sich direkt in der City. Bereits am Eingang konnte man viele Maschinen und Werkzeuge aus der Zeit des Goldrausches begutachten. In der Mine selbst waren alte Loren und Schienen zusehen. Die Luft in den Stollen war angenehm kühl und der Guide sehr sympatisch. Eine sehr interessante und informative Versanstaltung.

Nach einem verspäteten Mittagessen im The Longhorn Restaurant, kehrte ich zu meinem Wohnmobil zurück und wollte weiter nach Bisbee. Diese Stadt lag nur etwa eine halbe Stunde zurück und war ebenfalls bekannt für ihre tollen Minen. Leider hatte ich von der Tunnelgraberei für heute bereits genug und so besuchte ich das Bisbee Visitor Center. Vielleicht würde ich ja eine andere Besichtigung finden, welche mich ebenfalls beeindruckt. Ich fand wirklich eine tolle Attraktion in der Nähe der Review Alley. Eine Besichtigung des Mannes liebsten Getränks!

Ein Besuch der Old Bisbee Brewing Company war genau das Richtige, nicht nur weil es Aussicht auf eine Bierverkostung gab. Leider hatte die Brauerei nicht so viel Historisches zu bieten, wie ich durch den Namen annahm. Das Bier wurde in großen Edelstahltanks zubereitet, aber immerhin wurde noch nach dem originalen Rezept gebraut. Ich beschränkte mich also auf die Verkostung der verschiedenen Bierarten und entspannte mich ein wenig auf der Terrasse des Lokals. Da die Stadt Bisbee selbst über keinen Campingplatz verfügt, suchte ich die Nachbarstadt Lowell auf und quartierte mich im The Shady Dell ein. Dieser war hervorragend ausgestattet, sehr sauber und das Personal schien ihren Job zu lieben. Ich fühlte mich wirklich willkommen und wohl. Bevor ich zu Bett ging, unternahm ich noch einen kleinen Spaziergang rund um den Campingplatz.

Die Natur und Landschaft war einfach nur unglaublich. Die Felsformationen faszinierten mich. Diese sahen so aus, als könnte sie der kleinste Windhauch umwerfen. Doch diese Formationen bestanden schon sein hunderten von Jahren. (#06)Die Natur und Landschaft war einfach nur unglaublich. Die Felsformationen faszinierten mich. Diese sahen so aus, als könnte sie der kleinste Windhauch umwerfen. Doch diese Formationen bestanden schon sein hunderten von Jahren. (#06)

Die Natur und Landschaft war einfach nur unglaublich. Die Felsformationen faszinierten mich. Diese sahen so aus, als könnte sie der kleinste Windhauch umwerfen. Doch diese Formationen bestanden schon sein hunderten von Jahren. (#06)

Mein letztes Ziel für diese Reise

Da ich bei meinem gestrigen Spaziergang den Bisbee Breakfast Club entdeckte, gönnte ich mir dort mein Frühstück. Pancakes mit Ahornsirup und Karamellsoße, ich glaub ich platze. Mein letztes Ziel auf meiner Reise durch den Süden Arizonas war Chiricahua. Auf meiner Fahrt passierte ich den Park Whitewater Draw in der Nähe des Mc Neal Valley. Ich entdeckte riesige grüne Kreise, welche mitten in der Wüstenlandschaft verstreut lagen. Diese hatten mit Sicherheit einen Durchmesser von fast einem Kilometer. Waren das etwa die berühmten Kornkreise? Da ich mir nicht erklären konnte, wie diese entstanden, hielt ich bei der nächsten Ranch an um mich zu erkundigen. Als mir erklärt wurde, dass dies ganz normale Felder seinen, dachte ich zunächst, die spinnen doch die Amerikaner. Der Mitarbeiter entdeckte wohl die Falten auf meiner Stirn und erzählte mir, dass die Felder automatisch bewässert werden, anders sei es in der Wüste natürlich nicht möglich. Hier ist eine runde Form des Feldes leichter zu bewässern als eine rechteckige. Auf dem Weg nach Chiricahua häuften sich diese grünen Flächen immer mehr.

Meine letzte Nacht wollte ich am Bonito Canyon Campground verbringen. Wieder einmal stellte ich mein treues Gefährt neben anderen Motorhomes ab und startete die Tour zum Massai Point. Es sollte eine längere Wanderung werden und so stieg ich auf festes Schuhwerk um. Meine Wanderung führte entlang des Echo Canyon Loop. Die Natur und Landschaft war einfach nur unglaublich. Die Felsformationen faszinierten mich. Diese sahen so aus, als könnte sie der kleinste Windhauch umwerfen. Doch diese Formationen bestanden schon sein hunderten von Jahren. Als ich am Massai Point, einem Aussichtspunkt, ankam, staunte ich umso mehr. An Felsformationen fehlte es der Landschaft wirklich nicht, denn mehrere tausende verzierten die Natur. Während meiner Wanderung scheuchte ich auch ein paar wilde Tiere wie Rehe auf. Die unzähligen Höhlen wollte ich allerdings ohne Taschenlampe nicht erkunden. Als ich wieder mein Wohnmobil erreichte schmerzten meine Füße. Doch diese bezaubernde Tour waren jegliche Anstrengungen wert. Den Süden von Arizona ließ ich gemeinsam mit meiner letzten Flasche Wein aus dem Weingut Charron ausklingen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Nick Fox -#01: CrackerClips Stock Media  -#02: Jay Yuan -#03: Mariusz S. Jurgielewicz  -#04: Mikhail Varentsov   -#05: Atomazul -#06: IrinaK

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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