Durch den Norden Arizonas

Dieser Urlaub sollte etwas ganz Besonderes werden. Ich wollte einen Urlaub mit viel Entspannung aber ebenso viel zu erleben. Um nicht an einem Ort festgenagelt zu sein, plante ich einen Trip mit einem gemieteten Wohnmobil. Die Vereinigten Staaten lockten mich schon immer als Reiseziel. Doch der Staat Arizona mit seinen unzähligen Nationsparks, Canyons, Wüsten und Prärie weckte den Abenteuergeist in mir.

Rund 1.300 Kilometer wollte ich mich durch die schroffen, bizarren und dennoch wunderschönen Landstriche kämpfen. Diese Reise könnte man theoretisch auch im Eiltempo in sieben Tagen zurücklegen. Bei den momentanen Flugpreisen und dem dazugehörigen Jetlag sollte man dieses einzigartige Erlebnis aber wirklich auskosten.

Eine kurze Übersicht: die Route durch Arizona

Von Phoenix bis zum Petrified Forest – Streckenlänge: 1300km (810miles) – Dauer: 7-14 Tage
Start: Ziel: Strecke: Fahrzeit:
Phoenix Lake Pleasant 130km (80miles) 2 Stunden
Lake Pleasant Sedona 210km (130miles) 3 Stunden
Sedona Flagstaff 60km (30miles) 1 Stunde
Flagstaff Grand Canyon 150km (90miles) 2 Stunden
Grand Canyon Page 230km (140miles) 3 Stunden
Page Monument Valley 200km (120miles) 2 Stunden
Monument Valley Petrified Forest 320km (200miles) 4 Stunden

 

Obwohl die Flugzeuge bei Interkontinentalflügen etwas geräumiger ausgestattet sind, konnte ich es kaum erwarten das Flugzeug wieder zu verlassen. Am Phoenix Sky Harbor International Airport angekommen, machte ich mich auf den Weg zum Information Center des Phoenix Flughafens, um mich nach einem Wohnmobil-Verleih zu erkundigen. Da der Staat Arizona ein beliebtes Ziel für Reisende mit Wohnmobil ist, war ein Verleih auch nicht weit entfernt. Der Verleih im Center von Phoenix war wirklich riesig und die Palette an Modellen reichte von Wohnwagendose bis hin zu einem Haus auf Rädern. Ich suchte mir ein relativ neues Modell aus und bezog den Camper so gleich. Es war ein eher kleines Modell, für zwei Erwachsene geeignet. Durch den eher kurzen Radstand war es einfach zu manövrieren und fast so wendig ein normales Auto. Ich empfehle unbedingt eine gute Versicherung mitabzuschließen, welche auch Schäden an Reifen oder Unterboden abdeckt. Schließlich handelt es sich bei Arizona um einen Wüstenstaat.

Als ich mich hinter das Steuer meines neuen Gefährts setze, merkte ich wie die Müdigkeit zuschlug. Ein Schläfchen im Flieger war leider unmöglich gewesen. Zum Glück hatte ich mich direkt beim Verleih nach guten Campingplätzen in Arizona erkundigt. Ein Navigationssystem war in der Miete inklusive und ermöglichte es mir mich leicht in der City Phoenix zurecht zu finden. Sobald ich die erste Hauptstraße erreichte, fiel mir das typisch amerikanische Straßennetz auf. Dieses bildet ein perfektes Karomuster und ist somit leicht zu durchschauen. Mein Ziel war für diesen Tag der Campingplatz Desert Sands RV Park im Norden von Phoenix. Auf dem Weg zu meiner ersten Übernachtungsmöglichkeit, kam ich am Papago Park vorbei. Dieser grüne Fleck in der Wüste machte einen riesigen Eindruck und beherbergt eine riesige Anzahl an verschiedenen Pflanzen und mehrere Teiche. Doch für einen Spaziergang war ich leider zu müde.

Deswegen genoss ich die Aussicht lediglich im Vorbeifahren. Die Straße führte mich an dem Casino Arizona vorbei und weiter Richtung Norden. Als ich mich weiter dem Campingplatz näherte, entdeckte ich ein Gebäude, welches durch seinen architektonischen Stil herausstach. Die Neugierde übermannte mich und ich stellte mein Wohnmo ab. Ich war bei dem Musical Instrument Museum of Phoenix gelandet. Nun übermannte mich doch die Neugierde und ich schob meine Müdigkeit zur Seite. Es stellte sich schnell heraus, dass die 20 Dollar für den Eintritt mehr als gut angelegt waren. Das Museum bot über 15.000 Ausstellungsstücke aus über 200 verschiedenen Ländern. So konnte ich nur mir bis jetzt völlig unbekannte Instrumente entdecken, sondern auch zugehörige traditionelle Gewänder. Doch hier konnte ich nicht nur mit meinen Augen lernen, auch meine Ohren kamen dank vieler Hörbeispiele auf ihre Kosten. Als ich das Museum wieder verließ, dämmerte es bereits in Phoenix.

Eine viertel Stunde später erreichte ich den Desert Sands RV Park. Schon bei der Rezeption musste ich feststellen, dass dieser Campingplatz wohl nicht der Schönste in Arizona war. Der Park ist wohl eher für Dauergäste ausgelegt und das Personal ist nicht übertrieben freundlich. Auf meinem Weg zum Stellplatz Nummer 54, kam ich an einigen Motorhomes vorbei. Diese wirkten als würden sie schon viele Jahre nicht mehr bewegt werden. Die Müdigkeit überfiel mich allmählich und der Abend war somit für mich gelaufen. Ein kleiner Imbiss im Campingplatz eigenem Restaurant und anschließend ab mein Alkovenbett.

Video:Womo – Reise durch den wilden Westen !

Ab nach Lake Pleasant

Trotz des Fluglärms und des Lärms durch die nahegelegene Motorradschule, habe ich äußerst gut genächtigt und ich fühle mich bereit für den Tag. Falls ich in der Umgebung von Phoenix aber nochmals einen Stellplatz benötige, versuche ich das nächste Mal mein Glück beim Sunrise Heights RV Resort. Dieser liegt im Osten von Phoenix und bietet ebenfalls eine gute Ausgangslage für reisende. Ich beschloss, selbst für ein richtig amerikanisches Frühstück zu sorgen. In dem kleinen Lebensmittelshop am Campingplatz fand ich alle Zutaten, Brötchen, Bacon, kleine Würstchen und Eier. Mein Wohnmo war gut ausgestattet und die Zubereitung eines Frühstücks stellte kein Problem dar. Lediglich das Abwaschen dürfte wohl aus Platzgründen eine Herausforderung werden. Das doch sehr üppige und teilweise vor Fett triefende Frühstück, eben richtig amerikanisch, schmeckte köstlich und wird mir wohl noch für längere Zeit im Magen liegen.

Bis zur Abfahrtbereitschaft vergingen nur wenige Minuten, einer der wirklich großen Vorteile eines Wohnmobils. Bevor ich nun aber wirklich zu dem 40 Quadratkilometer großen See Lake Pleasant aufbrach, wollte ich noch dem McDowell Mountain Regional Park einen kleine Besuch abstatten. Diesen konnte ich nach einer Stunde Fahrzeit von meinem momentanen Standort erreichen. Um schneller vor Ort zu sein, benutzte ich den Arizona Motorway 101, welche mich wieder an Phoenix vorbei führte. Erst während der Fahrt, wurde ich mir des riesen Unterschieds der Landschaft im Vergleich zur Heimat bewusst. Rötlicher Sand und schroffe Felsformationen begleiteten meinen Weg. Grüne Flächen waren eine Rarität, dies ist allerdings in einer Wüstenlandschaft nicht wirklich verwunderlich.

Der McDowell Mountain Regional Park in der Nähe von Phoenix beeindruckte mich mit einer wunderschönen Aussicht auf die umliegende Berge. Nach dem ich mein fahrendes Häuschen geparkt hatte, entschloss ich mich meinen Rucksack zu packen und einen der zahlreichen und gut markierten Wanderwege zu betreten. Davor stattete ich aber dem Nature Center of Phoenix noch einen Besuch ab und deckte mich mit interessanten Flyern ein. Der Wanderweg führte mich durch die Wüste. Doch diese war nicht nur voll Sand. Es schien so als sei im April gerade die Blütezeit, denn alle Kakteen waren mit unzähligen bunten Blüten übersät. Auch die Vielfalt an Vögeln lässt vergessen, dass man sich eigentlich ganz in der Nähe der Metropole Phoenix befindet. Falls ich nochmals hierher zurückkommen sollte, dann mit meinem Mountain Bike. Auch viele Reiter auf ihren Pferden kamen entgegen und Picknicks schienen hier ebenfalls sehr angesagt zu sein.

Die Natur schien hier eine Art Freizeiattraktion für Städter aus Phoenix und anderen Einwohner von Arizona zu sein. Es war bereits Nachmittag und ich hatte wohl das Mittagessen versäumt. Ich schwang mich auf den Fahrersitz meines Wohnmobils und fuhr über die E Rio Verde Dr weiter nach Lake Pleasant. Für ein verfrühtes Abendessen hielt ich bei dem Restaurant Talavera, einem vorzüglichen Steakhouse nach American Style. Dieses war in den Villages at Pinnacle Peak, im Norden von Phoenix angesiedelt. Mit vollem Bauch wider hinter dem Steuer, entlang des Troon North Golf Clubs und vorbei am Troon Valley, durch einen Teil der Sonora Wüste bis zum Lake Pleasant. Der Campingplatz am Lake Pleasant liegt direkt am Ufer. Eine schnelle Abkühlung im Wasser und anschließend entspannen in meinem angenehmen Campingsessel. Das Pleasant Harbor RV Resort war wirklich ein friedliches und idyllisches Plätzchen.

Da sich der See hervorragend zum Angeln eignete, mietete ich am nächsten Tag ein Boot. So kam es auch, dass es Forellenbarsch sowohl um Mittagessen als auch zum Abendessen gab. Ich genoss den restlichen Tag in der Sonne und bemühte mich, keinen Sonnenbrand auf dem Bauch zu bekommen. Erst morgen, sollte es weiter nach Sedona gehen.

Am Weg nach Sedona fuhr ich über unzählige Hügel, vorbei am Peeples Valley und durch den Prescott National Forest. Obwohl es sich um ein bewaldetes Gebiet handeln sollte, war dieses extrem karg. (#01)

Am Weg nach Sedona fuhr ich über unzählige Hügel, vorbei am Peeples Valley und durch den Prescott National Forest. Obwohl es sich um ein bewaldetes Gebiet handeln sollte, war dieses extrem karg. (#01)

Tag 3

Am Weg nach Sedona fuhr ich über unzählige Hügel, vorbei am Peeples Valley und durch den Prescott National Forest. Obwohl es sich um ein bewaldetes Gebiet handeln sollte, war dieses extrem karg. Dafür waren die Hügel mit riesigen Saguaro-Kakteen übersät. Auch der Ernest A. Love Field Airport zog mein Interesse auf sich. Wie sich aus einer späteren Recherche ergab, wird dieser hauptsächlich für Trainingsflüge verwendet. Danach ging es bergauf und über den Woodchute Mountain nach Sedona. Der Name „rote Stadt“ würde wohl um einiges besser passen, da diese im Verde Valley und somit im Gebiet des Red Rock State Park liegt. Die imposanten und tiefroten Felsformationen und der Sand waren noch rötlicher als in anderen Gegenden von Arizona.

In der Stadt selbst wollte ich mich aber nicht aufhalten. Viel mehr lockte mich eines der Wahrzeichen von Sedona, der Oak Creek Canyon. Als ich dort aus meinem Wohnmo stieg, empfing mich ein frischer Wind. Die Höhenlage wirkte sich sogar auf die Wüstentemperaturen aus. Bevor die Entdeckung des Canyons beginnen konnte, wollte ich noch meinen Hunger im Cress on Oak Creek stillen. Die viele riesigen Bäume sorgten für ein schattiges Plätzchen auf der Terasse. Auch der gleichnamige Fluss, Oak Creek River, führte am Restaurant vorbei.

Als ich nach dem Essen begann durch den Canyon zu wandern, hatte ich das Gefühl entlang einer Fotokulisse zu spazieren. Schroffe Felsformationen und sattes Grün begleiteten meinen Weg. Wieder zurück bei meinem Gefährt angekommen, beschloss ich noch am selben Tag weiter nach Flagstaff zu fahren. Die Straße ging zunächst durch den kurvigen Slide Rock State Park. Mit dem Motorrad würden diese Kurven sicher mehr Spaß machen. Mit meinem Wohnmobil kam ich mir eher wie ein Brumi-Fahrer vor. Dafür konnte ich die Umgebung und die dichten Wälder genauer betrachten. Vorbei am Kachina Village, dem Flagstaff Pulliam Airpot und auch an dem Golf Course Real Estate bis zum Canyon Vista Campground. Als Abendessen gab es Brötchen mit Erdnussbutter. Weder gesund noch kreativ, aber irgendwie fand ich gefallen an den amerikanischen Essgewohnheiten.

Der nächste Tag sollte mich etwas mehr der Kultur von Flagstaff näherbringen. Den Vormittag verbrachte ich in dem Museum of Northern Arizona und dem Fort Tuthill Military Museum. Während ich bei ersterem viel über die Geschichte der Ureinwohner lernte, beinhaltete das zweite Museum viel Informatives über das amerikanische Militär. Wie ein kleines Kind freute ich mich aber auf die Eisenbahnfahrt zum Grand Canyon, welche ich gerade noch rechtzeitig gebucht hatte. Bevor die Fahrt mit dem Grand Canyon Railway begann, sorgte eine Wild-West Vorstellung für ein Schmunzeln. Während der Fahrt versorgte uns eine Reiseführerin mit Informationen und man konnte gut die Aussicht genießen. Bevor es an den Rand des Grand Canyons und des Colorado River ging, gab es ein ausgiebiges Mittagsbuffet. Schließlich stand ich vor der 450 Kilometer langen Schlucht. Ein wahres Naturwunder von Arizona und kaum in Worte zu fassen. Ein wirklich spektakulärer und dramatischer Anblick bot sich mir. Der Sonnenuntergang ließ die steilen Felswände noch bizarrer wirken. Als der Zauber um war, brachte der Zug mich wieder zurück nach Flagstaff. Da es eine sternenklare Nacht war und ich noch keine Müdigkeit verspürte, wollte ich noch unbedingt das Lowell Observatory besuchen. Leider war die Warteschlange für das große Teleskop relativ lang. Das Warten lohnte sich allerdings, als ich in die astronomische Welt der Sterne eintauchen konnte.

Da die Besichtigung der Sterne am gestrigen Tag doch etwas länger gedauert hat, stieg ich erst am späteren Vormittag aus meinem Wohnmobil. Den Grand Canyon hatte ich ja durch meine gestrige Eisenbahnfahrt schon abgehackt und so brach ich nach einem kleinen aber feinen Frühstück im Campingplatz eigenen Restaurant direkt nach Page auf. (#02)

Da die Besichtigung der Sterne am gestrigen Tag doch etwas länger gedauert hat, stieg ich erst am späteren Vormittag aus meinem Wohnmobil. Den Grand Canyon hatte ich ja durch meine gestrige Eisenbahnfahrt schon abgehackt und so brach ich nach einem kleinen aber feinen Frühstück im Campingplatz eigenen Restaurant direkt nach Page auf. (#02)

Page

Da die Besichtigung der Sterne am gestrigen Tag doch etwas länger gedauert hat, stieg ich erst am späteren Vormittag aus meinem Wohnmobil. Den Grand Canyon hatte ich ja durch meine gestrige Eisenbahnfahrt schon abgehackt und so brach ich nach einem kleinen aber feinen Frühstück im Campingplatz eigenen Restaurant direkt nach Page auf. Um näher an dem Canyon und dem Colorado River zu sein, fuhr ich zunächst durch die Wüste nach Bitter Springs. Während der Fahrt ließ ich die enorme Weite und den Ausblick auf mich wirken. Ich verließ Bitter Springs durch die nördliche Stadtausfahrt, weiter Richtung Page. Die Aussicht zog mich so in ihren Bann, so dass ich die immer löchriger werdende Straße übersah. Erst durch ein lautes Zischen wurde ich aus meinem Tagtraum gerissen. Meine Vermutung bestätigte sich schnell, ein großer Nagel hatte meinen rechten Hinterreifen durchbohrt. Da ich aber in der Ferne bereits die Stadt Page ausmachen konnte, fuhr ich im Schneckentempo weiter. Als ich stadteinwärts fuhr, entdeckte ich die Werkstatt B&B Auto Repair. Ein kurzes Gespräch mit dem Inhaber und der defekte Reifen wurde auf die Reparaturwarteliste gesetzt. Zum Glück hatte ich die Zusatzversicherung für Reifen abgeschlossen, die Expressreparatur war doch in einer gehobenen Preisklasse angesiedelt.

Da ich meine Arizona Reise nicht mit warten verbringen wollte, organisierte ich ein Taxi zum Antelope Canyon. Atemberaubende Felsformationen welche durch den Lake Powell gespalten werden sorgten für ein großes Staunen. Satter tiefroter Stein stieß hier auf tiefblaues klares Wasser. Natürlich musste ich auch den Horseshoe Bend, ein hufeisenförmiger Abschnitt des Colorado River betrachten. Um eine Erinnerung an diesen unvergesslichen Urlaub zu haben, füllte ich etwas rot funkelnden Sand in ein Glasfläschchen. So konnte ich ein Stückchen Arizona mit nach Hause nehmen. Die Rückreise zur City Page erfolgte wieder mit dem Taxi. Mein Wohnmobil war bereits wieder voll instandgesetzt und so machte ich mich damit auf dem Weg zum Page Lake Powell Campground. Dieser Campingplatz war eher ein Plätzchen, auf welchem nur wenige Motorhomes Platz fanden. Dennoch war er gut gepflegt und ich fand ein schattiges Plätzchen zwischen den Bäumen. Für ein leckeres Abendessen spazierte ich stadteinwärts und fand das indianische Restaurant Into the Grand. Traditionelle Speisen wie Nachos schmeckten hier einfach nochmals besser. Das Abendessen wurde begleitet von einer Unterhaltungsshow welche anschließend in Live Country Musik überging.

Video:Monument Valley 2011

Das Monument Valley

Die Fahrt zum Monument Valley nahm etwas mehr als zwei Stunden in Anspruch. Auf dem Weg dorthin begleiteten mich Sand, Steine, noch mehr Sand und die Weite von Arizona. Erst nach etwas mehr als einer Stunde streifte ich wieder die Zivilisation in der City Kayenta. Die Landschaft vor Monument Valley gleicht einem Wild-West Film. Als Unterkunft diente der preislich etwas gehobene The View Campground. Dieser überzeugte durch sehr saubere sanitäre Einrichtungen. Neben Motorhomes stehen sogar kleine Holzhütten zur Miete. Doch in Wirklichkeit zahlt man hier für einen Stellplatz mit hervorragender Aussicht. Bis zum Sonnenaufgang waren es aber noch ein paar Stunden hin. Da mir die Füße noch von der gestrigen Wanderung weh taten, entschied ich mich diesen Tag etwas ruhiger zu verbringen. Hier kam mir das Goulding’s Trading Post Museum gerade rechtzeitig. Dieses Lag im Center von Monument Valley. Viele Möbelstücke waren mehrere hunderte Jahre alt und wurden von John Wayne, dem Regisseur, als Requisiten benutzt. Der Besuch in diesem Museum kam einer Zeitreise gleich und war zudem noch kostenlos. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich gemütlich vor meinem Wohnmobil im Liegestuhl und grillte mir ein saftiges Steak zur abends Zeit.

An der Kreuzung zur Stadt Chambers fuhr ich schließlich auf die berühmt berüchtigte Route 66 auf. Ich hielt mich so lange auf der Route 66 bis ich den Petrified Forest in der Näher der City Holbrook erreichte. (#03)

An der Kreuzung zur Stadt Chambers fuhr ich schließlich auf die berühmt berüchtigte Route 66 auf. Ich hielt mich so lange auf der Route 66 bis ich den Petrified Forest in der Näher der City Holbrook erreichte. (#03)

Dem Ziel entgegen

Der Tag begann bereits sehr früh, da ich den Sonnenaufgang keinesfalls verpassen wollte. Die Sonne glitt langsam über die Wüstenlandschaft und sorgte für eine Stimmung wie sie auf Postkarten zu sehen ist. Der weitere Verlauf des Weges brachte mich auch immer näher an das Ende meiner Arizona Rundreise. Richtung Süden ging es vorbei an dem Navajo Nation Reservation Park. Diesen konnte ich mir leider nur aus der Ferne ansehen, da für das Betreten dieses Gebiets eine spezielle Genehmigung des Navajo-Stammes notwendig gewesen wäre.

An der Kreuzung zur Stadt Chambers fuhr ich schließlich auf die berühmt berüchtigte Route 66 auf. Ich hielt mich so lange auf der Route 66 bis ich den Petrified Forest in der Näher der City Holbrook erreichte. Zu guter letzte trat ich noch eine Wanderung durch den Nationalpark an. Dieser beeindruckt durch zahlreiche versteinerte Bäume, welche bereits über 250 Millionen Jahre in Arizona standen. Viele Fundstätten, welche fossile Pflanzen und Tiere zeigten, waren ebenfalls vorhanden. Der National-Park wird fortlaufend durch die Bundesbehörde vergrößert und besitzt bereits heute eine Größe von über 885 Quadratkilometer. In der Zeit meiner Reise habe ich mich sehr an das Wohnen in Motorhomes gewöhnt. Mein Wohnmo werde ich auf jeden Fall vermissen. Den Urlaub natürlich sowieso!


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Bill45 -#01: Tim Roberts Photography  -#02:  sumikophoto-#03:  trekandshoot

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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