Wohnwagen oder Wohnmobil: Was passt besser zu mir?

Wer gerne mit der Familie seinen Urlaub auf einem Campingplatz verbringt, steht vielleicht früher oder später vor der Frage, ob er sich ebenfalls ein Motorhome anschaffen soll. Nur welches? Einen Wohnwagen oder doch lieber ein Wohnmobil? Einige Menschen, die früher mit einem Caravan unterwegs waren, wechseln irgendwann zu einem Reisemobil, während andere ihrem Caravan ein Leben lang treu bleiben. Beide Fahrzeuge, ob Wohnwagen oder Wohnmobil, haben ihre ganz klaren Vorzüge. Vor einer Anschaffung sollte jeder für sich entscheiden, welches Motorhome besser zum ihm passt. Wir haben eine kleine Liste zusammengestellt, die bei der Entscheidungsfindung helfen könnte:

Wohnwagen oder Wohnmobil: Wo liegen die Unterschiede?

Was von Nicht-Campern vielleicht synonym verwendet wird, nämlich die beiden Begriffe Wohnwagen und Wohnmobil, ist in der Realität Längen voneinander entfernt. Ein Wohnmobil – von den Anhängern auch liebevoll Womo genannt – ist ein Fahrzeug im eigentlichen Sinne. Das bedeutet, dass ein Womo im Gegensatz zu einem Wohnwagen nicht gezogen werden muss, sondern in der Lage ist, eigenständig zu fahren. Es unterscheidet sich von einem normalen PKW zum einen durch die Größe und zum anderen durch die mitunter auch luxuriöse Innenausstattung.

Ein Wohnwagen dagegen ist im Prinzip nichts weiter als ein Anhänger – ein schöner selbstverständlich – der nicht in der Lage ist, sich selbstständig fortzubewegen. Das muss jedoch kein Nachteil sein. Denn angenommen, man macht mit seinem PKW mit einem Wohnwagen beispielsweise in einen längeren Urlaub auf einem Campingplatz, kann man den PKW auch ohne Wohnwagen benutzten. Den lässt man nämlich einfach auf dem Campingplatz stehen und kann dann mit dem PKW die übrige Umgebung erkunden. Das kann sehr praktisch sein, vor allem, wenn man einen kleineren, wendigen PKW mit einem doch meist größeren Wohnmobil vergleicht.

 

Es gibt auch Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen der Wohnwagen und Wohnmobilen. Vereinfacht gesagt, unterscheiden sich Wohnwagen durch die Innenausstattung (Standard, gehoben, Premium) und die Innenaufteilung sowie die Länge voneinander. (#01)

Es gibt auch Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen der Wohnwagen und Wohnmobilen. Vereinfacht gesagt, unterscheiden sich Wohnwagen durch die Innenausstattung (Standard, gehoben, Premium) und die Innenaufteilung sowie die Länge voneinander. (#01)

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Wohnwagen und Wohnmobilen

Es gibt auch Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen der Wohnwagen und Wohnmobilen. Vereinfacht gesagt, unterscheiden sich  durch die Innenausstattung (Standard, gehoben, Premium) und die Innenaufteilung sowie die Länge voneinander. Bei Wohnmobilen dagegen kann man grob vier unterschiedliche Kategorien unterscheiden:

  • Alkovenmobil: Das Alkovenmobil zählt zu den häufigsten Arten der Wohnmobile. Charakteristisch dafür ist der Teil, der über dem Fahrerhaus hinausragt und dem Motorhome seinen Namen verleiht. Alkoven bedeutet nämlich so viel wie Bettnische – und genau das kann man in diesem Teil des Wohnmobils finden.
  • Vollintegrierte Wohnmobile: Vollintegrierte Wohnmobile sind die Reisemobile, die am besten ausgestattet und verarbeitet sind, damit geht einher, dass sie in der Regel relativ kostspielig in der Anschaffung sind.
  • Teilintegrierte Wohnmobile: Bei teilintegrierten Wohnmobilen ist das Fahrerhaus von dem Rest des Fahrzeuges getrennt – das ist der große Unterschied zu den vollintegrierten Wohnmobilen, bei denen das nicht so ist. Da für den Bau eines teilintegrierten Wohnmobiles ein serienmäßig hergestelltes Fahrerhaus benutzt werden kann, sind sie in der Anschaffung deutlich günstiger als vollintegrierte.
  • Kastenwagen: Kastenwagen sind in der Regel handelsübliche Transporter, die innen zu einem Wohnmobil ausgebaut werden. Aufgrund des geringen Platzes bieten sie natürlich nicht annähernd den Komfort, den ein teilintegriertes oder gar vollintegriertes Wohnmobil bieten könnte.

 

Ganz klar steht de Kategorie „Preis“ bei vielen Käufern ganz oben, wenn es darum geht, sich für ein neues Fahrzeug für den Urlaub – nicht nur auf dem Campingplatz – zu entscheiden. In Bezug auf den Werterhalt des Fahrzeuges kann ganz klar der Caravan punkten. (#02)

Ganz klar steht de Kategorie „Preis“ bei vielen Käufern ganz oben, wenn es darum geht, sich für ein neues Fahrzeug für den Urlaub – nicht nur auf dem Campingplatz – zu entscheiden. In Bezug auf den Werterhalt des Fahrzeuges kann ganz klar der Caravan punkten. (#02)

Wohnwagen oder Wohnmobil: Was passt besser zu mir? Die Unterschiede im Preis

  • Die Kosten
    Ganz klar steht de Kategorie „Preis“ bei vielen Käufern ganz oben, wenn es darum geht, sich für ein neues Fahrzeug für den Urlaub – nicht nur auf dem Campingplatz – zu entscheiden. In Bezug auf den Werterhalt des Fahrzeuges kann ganz klar der Caravan punkten. Wirft man einen Blick in die Schwacke-Liste, stellt man schnell fest, dass Wohnwagen nur sehr wenig an Wert verlieren. Innerhalb von fast 20 Jahren bei einigen Modellen sogar nur ein Drittel des Anschaffungspreises für einen neuen Wohnwagen. Besitzer von Reisemobilen können von einer derartigen Wertstabilität nur träumen: In der Regel verlieren Reisemobile ähnlich rasant wie PKW-Neuwagen an Wert. Klarer Pluspunkt also für Caravans.In Bezug auf einen weiteren Kostenblock sieht das ähnlich aus: Betrachtet man die Kosten für den Unterhalt, zu denen die Versicherung, Steuer und Wartung zählen, liegt auch hier der Wohnwagen klar vorne.
  • Die Parkmöglichkeiten
    Besitzer von Reisemobilen geben gern an, dass sie sich mit einem Wohnmobil weitaus flexibler fühlen – und es auch sind – als mit einem Wohnwagen sein könnten. Denn in Deutschland gibt es für Wohnmobile ein großes Angebot an kostenlosen Stellplätzen, das man ganz bequem nutzen kann. Ist doch gerade mit einem Reisemobil die Parkplatzsuche oft etwas schwieriger. Besitzer von Wohnwagen kommen leider nicht in diesen Genuss: In Deutschland ist es gesetzlich nicht erlaubt, einen Wohnwagen oder Caravan auf einem dieser Stellplätze abzustellen, die für Reisemobile deklariert sind. Das ist natürlich ein Nachteil für den Wohnwagen, hat man damit nur die Möglichkeit, ihn entweder auf dem heimischen Grundstück zu parken oder ihn auf einem Campingplatz abzustellen.
  • Die Wendigkeit
    Wer mit seinem Motorhome nicht nur auf einem Campingplatz Urlaub machen, sondern vielleicht auch das benachbarte Ausland erkunden möchte, sollte sich vor ab eine gute Route überlegen. Denn gerade in den südlichen Ländern der EU – in die man im Sommer gerne reist – gibt es sehr viele enge und schmale Gassen und Straßen, die man mit einem großen Motorhome kaum durchfahren kann. Das kann manchmal zu großen Problemen führen.
    Mit einem Wohnwagen geht das Erkunden dagegen weitaus leichter. Zum einen kann man den Anhänger einfach vor Ort abstellen (beispielsweise auf dem Campingplatz) und sich dann nur mit seinem PKW auf die Reise machen, zum anderen sind Wohnwagen aber auch insgesamt meist schmaler als große Motorhomes und daher hat man auch mit Anhänger eine größere Chance, unbeschadet den Urlaubsort zu erkunden.
    Klarer Nachteil also in Bezug auf Wohnmobile, die meist zu sperrig sind, um kleine Straßen zu befahren.

 

 Studien zeigen, dass man gerade als Familie mit kleinen Kindern in einem Wohnwagen besser aufgehoben ist, da sie die größere Sicherheit gegenüber Wohnmobilen bieten. Die neueren Wohnwagen können mit einem weiterentwickelten Fahrwerk überzeugen, das sogar gute Modelle der Wohnmobile um Längen überholt. (#03)

Studien zeigen, dass man gerade als Familie mit kleinen Kindern in einem Wohnwagen besser aufgehoben ist, da sie die größere Sicherheit gegenüber Wohnmobilen bieten. Die neueren Wohnwagen können mit einem weiterentwickelten Fahrwerk überzeugen, das sogar gute Modelle der Wohnmobile um Längen überholt. (#03)

 

  • Die Sicherheit
    Gerade wenn man auf dem Weg in den Urlaub ist, möchte man sich über Sicherheit und mögliche Unfälle eigentlich keine Gedanken machen – das sollte man bereits vorab erledigt haben und zwar spätestes dann, wenn man sich die Frage stellt: „Wohnwagen oder Wohnmobil – was passt besser zu mir?“. Studien zeigen, dass man gerade als Familie mit kleinen Kindern in einem Wohnwagen besser aufgehoben ist, da sie die größere Sicherheit gegenüber Wohnmobilen bieten. Die neueren Wohnwagen können mit einem weiterentwickelten Fahrwerk überzeugen, das sogar gute Modelle der Wohnmobile um Längen überholt. Auch die sogenannten Schlingerdämpfer, die neuere Wohnwagen haben, sind ein großer Sicherheitsvorteil.
  • Die Familie
    Urlaub auf einem Campingplatz mit der Familie erfordert auch dies: Platz. Vergleicht man jeweils einen Wohnwagen mit einem Wohnmobil, die in etwa die gleiche Größe haben, zeigt sich schnell, dass auch hier der Wohnwagen die Nase vorn hat. Für Kind und Kegel bietet er nämlich viel mehr Platz als ein vergleichbares Motorhome. Der Grund ist denkbar einfach: Bei einem Reisemobil ist zusätzlich die Fahrerkabine in das Fahrzeug integriert – und die beansprucht eben einiges an Platz. Bei einem Wohnwagen dagegen kann der gesamte Raum genutzt und ausgebaut werden. Klarer Pluspunkt also für den Wohnwagen.
  • Isolierung
    Wer mit seinem Wohnwagen oder Wohnmobil einen Urlaub im Winter plant, sollte ganz besonderen Wert auf die Isolierung legen. Denn kaum etwas ist schlimmer, als nachts in seinem Motorhome vor sich hin zu schlottern. Wer mit einem Reisemobil im Winter unterwegs ist, merkt schnell: Aufgrund der großen Fenster, die sich in der Fahrerkabine des Wohnmobils befinden, kühlt es schneller aus. Ein Wohnwagen dagegen ist in sich abgeschlossen und verfügt meist nur über kleinere Fenster und damit eine geringere Fläche, die abkühlen könnte.

In Bezug auf die Wintertauglichkeit liegt damit auch hier der Wohnwagen klar vorn.

Unser Tipp: Falls Sie nun die Frage „Wohnwagen oder Wohnmobil – was passt besser zu mir?“ immer noch nicht abschließend beantworten können, sollten Sie sich beide Exemplare einmal ausleihen. Viele Händler bieten die Möglichkeit, einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil für einige Tage zu mieten. Nach einem Kurzurlaub in dem jeweiligen Motorhome fällt die Entscheidung vielleicht schon etwas leichter.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Daxiao Productions -#01: mimagephotography -#02: Ivonne Wierink -#03: JaySi _

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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